Der Start in die Woche bringt eine Sensation. Sims 4- und FIFA-Entwickler EA übernehmen Rennsimulations-Entwickler »Codemasters« für eine Rekordsumme.

Anders als erwartet kauft nicht der GTA-Publisher die britische Rennspiel-Schmiede Codemasters. Der börsennotierte Publisher und Entwickler EA krallt sich das in Birmingham sitzende Unternehmen für eine Summe von 1,2 Milliarden US-Dollar. Damit dürfte der Deal mit Take Two wohl endgültig vom Tisch sein. Die Übernahme soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

Seitens Electronic Arts heißt es, dass man mit der Übernahme einen erfahrenen und von Kritiken gefeierten Entwickler gekauft hat. Schon jetzt stellt EA klar, dass die Expertise auch in die Entwicklung künftiger Need For Speed-Titel einfließen könnte, die zuletzt immer wieder auf harsche Kritiken stieß. Weiter will EA aber auf bestehende Marken wie die DiRT-Serie, das F1-Franchise und Project Cars setzen. Neben der Rechte für offizielle Formel 1-Spiele, besitzt EA ab 2023 mit der WRC-Lizenz zwei große Motorsport-Marken.

Frank Sagnier, CEO von Codemasters, und Rashid Varachia, Chief Financial Officer von Codemasters, sowie das Senior Executive Management Team von Codemasters beabsichtigen, nach Abschluss der Akquisition bei Codemasters zu bleiben und das Codemasters-Geschäft innerhalb EAs weiter zu führen. Ob es allerdings zu Umstrukturierungen der Entwicklerteams kommt, ist ungewiss.

Ob sich die Übernahme merklich auf die sowieso schon hochwertigen Produkte von Codemasters auswirkt, bleibt ab zu warten. Schon jetzt stehen einige Spiele auf beiden Seiten in der Pipeline. Dazu zählen das kommende Need For Speed, welches von Criterion Games entwickelt wird, und F1 2021 aus der Sicht von Codemasters.

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